Vereinsservice Aktuell

HTV on Tour: TC Phönix Eckenheim

Der Frankfurter Verein setzt auf viele Ideen, um sich zukunftssicher aufzustellen

Nachdem die Runden Tische seit Anfang Mai im vollen Gange sind, und wir in allen hessischen Bezirken in den letzten Wochen zu Besuch sein durften, haben wir uns gefreut, auch mal wieder einen Termin im Tennisbezirk Frankfurt wahrzunehmen. Die beiden 2. Vorsitzenden, Ulrich Vogel und Simone Beckmann, begrüßten uns auf der mitten im Wohnviertel liegenden Anlage des TC Phönix Eckenheim. Einst als TC RW Eckenheim gegründet, wurde der Verein aufgrund einiger Umstrukturierungen in Phönix umbenannt. Negative Auswirkungen auf den Verein hatte der Namenswechsel nicht. Im Gegenteil, der Verein steht mit seinen mittlerweile rund 380 Mitgliedern gut da, und der Vorstand ist bestrebt, die Mitgliederzahl sogar noch weiter nach oben zu treiben. Mit neun Plätzen, die nicht vollends ausgeschöpft werden, sieht der Vorstand immer noch genug Potenzial für ein gesundes Wachstum. Zumal im Winter die eigene 1-Feldhalle genutzt werden kann, die ein Ganzjahresangebot für die Mitglieder garantiert.

Aufgrund der positiven Ausgangssituation stellten wir uns natürlich die Frage: Welche Herausforderungen beschäftigen den Phönix Eckenheim aktuell, und wie können wir als HTV unterstützen?

Zum einen berichteten uns Ulrich und Simone, dass der Verein über ein Zusatzangebot für den Verein nachdenkt, namentlich Padel- oder Beach Tennis. Zum anderen möchten sie die Halle wieder in Schuss bringen: Das undichte Dach und der alte Boden, auf dem die erhöhten Linien den Bällen mitunter eine unorthodoxe Flugkurve mitgeben, sollen generalüberholt werden. Die Unterstützung der Stadt Frankfurt sei gesichert, jetzt hieße es nur noch, wie und wann ist das Projekt umsetzbar?

Aber Simone und Ulrich haben unabhängig von den geplanten Investitionen auch noch weitere Ideen, die sie mit uns teilen: Angedacht sind beispielsweise Kooperationen mit Schule und Kindergarten, die in unmittelbarer Nähe liegen, um den Altersbereich bis 10 Jahren mehr zu stärken. Denn für sie steht ganz klar fest – die Kinder sind die Zukunft des Vereins. Durch die Gewinnung der Kids für den Jüngstenbereich bestünde auch die Möglichkeit, an die Eltern ranzukommen, die sich in der „klassischen Problemzone“ in der Alterspyramide zwischen 30 und 49 Jahren bewegen. Wie der TC Phönix Eckenheim haben viele Vereine etwas gemein: Die mittlere Generation zwischen Kids und Senioren fehlt oder ist quantitativ deutlich schwächer vertreten. Als Folge kann der Verein zum Beispiel keine aktive Herrenmannschaft melden.

Aber auch neben dem Platz soll Einiges geschehen. Simone, die hauptsächlich für die Veranstaltungen bzw. das Vereinsleben zuständig ist, hat kreative Ideen, um potentielle Neumitglieder aber auch die Bestandsmitglieder miteinander zu vernetzen. So ist ein Karaoke-Tennis-Turnier in Planung, aber auch ein Tag der offenen Tür mit Rahmenprogramm. Dabei freut sie sich natürlich über alle Helferinnen und Helfer, die ihr Engagement unterstützen wollen. Denn Simone und Ulrich sind, und dies gilt für fast alle anderen Ehrenamtler auch, ganz normale Mitglieder in ihrem Verein. Sie sind Mitglieder, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihren Club bestmöglich für die Zukunft und die noch kommenden Herausforderungen aufzustellen. Dafür braucht es oftmals gute Nerven und zudem ein strapazierfähiges Durchhaltevermögen, da ihre Maßnahmen nicht immer bei allen Mitgliedern auf Gegenliebe stoßen.

Je mehr wir uns miteinander austauschen, desto mehr merken wir, dass Simone und Ulrich genau wissen, wo es mit dem Verein hingehen soll, aber sie hierbei auch Unterstützung aus den eigenen Reihen benötigen. Sie wollen mit ihren Mitgliedern an einem Strang ziehen und für ALLE Altersklassen Angebote unterbreiten - damit der Verein ein zweites Zuhause für Jedermann wird. Dabei sprechen sie auch das Thema Inklusion an und wollen erfahren, was sie als Verein für Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung für Voraussetzungen schaffen sollten, damit diese sich ebenfalls auf der Anlage wohlfühlen können.

Um mehr Akzeptanz für ihre Arbeit und ihr Vorhaben von den Mitgliedern zu erhalten, wollen sie mit den Mitgliedern aktiver in die Kommunikation gehen und wünschen sich, dass sie viele Rückmeldungen bei ihrer geplanten Umfrage innerhalb des Vereins erhalten. „Denn“, so sagt Simone, „ohne Kritik können wir nicht besser werden, und wir wollen gemeinsam unseren Verein in die Zukunft tragen.“

Wir bedanken uns herzlich bei Simone und Ulrich für den gemütlichen Austausch und können nur feststellen: der TC Phönix Eckenheim hat ein unglaubliches Potential, was auch daran liegt, dass Ulrich und Simone ihre Freizeit für den Club opfern, um ihn noch erfolgreicher zu machen. Ohne einen motivierten Vorstand wird ein Verein nicht überleben. Aber Motivation lebt eben auch ein klein wenig von Anerkennung und Lob für das Engagement derer Mitglieder, die tagtäglich viel Zeit und Mühe investieren.

Fazit nach unserem Besuch: Wir werden den TC Phönix Eckenheim im Auge behalten und die Entwicklung des Clubs gerne begleiten und bei Bedarf unterstützen. Damit es auch künftig aufwärts geht, drücken wir Simone und Ulrich die Daumen und können nur sagen: Ihr seid toll, in dem, was ihr tut und ihr seid auf dem richtigen Weg! Da sind wir uns sicher.

20.06.2022

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