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HTV baut Partnerschaft mit Rosbacher aus

Logo der Hassia-Marke in der neuen Saison auf HTV-Official Ball und Balldose

In der Print-Ausgabe des Topspin-Magazin 02/2015 ist ein Interview mit Herrn Hinkel, geschäftsführender Gesellschafter der HassiaGruppe, veröffentlicht. Das Interview führte Sportjournalist Jörg Allmeroth.

Jörg Allmeroth: Herr Hinkel, Ihr Unternehmen wird in der nächsten Saison Partner des HTV. Der Schriftzug Rosbacher wird dann auf den HTV-Tennisbällen aufgedruckt sein, zudem auch auf den Balldosen. Wie kam es zu diesem werblichen Engagement?
Dirk Hinkel: Wir sind bereits seit mehreren Jahren Partner des HTV und unterstützen jedes Jahr zum Saisonauftakt die Aktion "Deutschland spielt Tennis", die HTV-Veranstaltung zur Feier des Ehrenamts sowie das große ITF-Turnier mit einem umfangreichen Getränke- und Ausstattungs-Sponsoring. Am Rande des Davis Cup 2015 hat Herr Hordorff mir die Sponsoring-Idee mit den HTV-Tennisbällen vorgetragen. Als Vereinsvorsitzender fand ich das HTV-Tennisball-Konzept vorher schon sehr gut, weil es uns in den Vereinen erhebliche Kosten spart. Der Ansatz, auf den HTV-Bällen unser Rosbacher-Logo zu platzieren, ist sehr innovativ und ich habe Herrn Hordorff zugesichert, ihn meinen Marketing-Verantwortlichen vorzustellen. Auch sie waren von der Idee begeistert und so sind wir zusammengekommen.

Allmeroth: Warum haben Sie sich für Tennis entschieden – und gegen Aktivitäten in anderen Sportarten?
Hinkel: Wir haben uns für eine breitere Zusammenarbeit mit dem HTV als zusätzlichem Engagement entschieden. Die sportaffine Marke Rosbacher führt daneben ihre zahlreichen Aktivitäten in anderen Sportarten im Spitzen- und Breitensport fort. Wir beobachten seit Jahren, dass der Tennis-Sport eine Renaissance erlebt. Mit dem HTV-Ball haben wir nun einen idealen Werbeträger gefunden, um den Tennisspielern in Hessen unsere Marke Rosbacher näher zu bringen.

Allmeroth: Was macht die Zielgruppe der Tennisspieler für Sie so interessant?
Hinkel:Der Großteil der Tennisspieler kommt aus bildungsnahen Bevölkerungsschichten, die besonderen Wert auf eine gute Ernährung legen. Unser Rosbacher Premium-Mineralwasser mit dem idealen 2 : 1 Verhältnis von Calcium zu Magnesium bietet den ernährungsbewussten Tennisspielern einen echten Mehrwert. Die mit dem Schweiß verloren gegangenen Mineralien Calcium und Magnesium können im gleichen Verhältnis über das Mineralwasser wieder aufgenommen werden. Über den HTV-Ball können wir die Zielgruppe der Tennisspieler ohne Streuverluste in unserem Vertriebsgebiet Hessen zielgenau ansprechen. Das stiftet auch für uns einen Mehrwert.

Allmeroth: Zusammengefasst: Was versprechen Sie sich von dieser Kooperation?
Hinkel: Darüber hinaus freuen wir uns, dass wir den Hessischen Tennis-Verband und damit indirekt auch alle Vereine im HTV über unser Sponsoring bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen können. Zum anderen hoffen wir natürlich auch, dass sich zukünftig, neben dem Rosbacher-Logo auf dem HTV-Ball, auch noch mehr Getränkeflaschen aus dem Rosbacher Sortiment in den Schlägertaschen der hessischen Tennisspieler/innen finden werden. Denn nur so kann Sponsoring langfristig funktionieren.

Allmeroth: Welche persönliche Beziehung haben Sie zum Tennis?
Als Spross einer begeisterten Tennisfamilie bin ich quasi auf dem Tennisplatz in Bad Vilbel aufgewachsen, habe mit dem Speckbrett angefangen und dann das Tennisspielen mit dem Holzschläger erlernt. In meiner Jugend habe ich mich immer recht erfolgreich im Frankfurter Tennisbezirk geschlagen. Mit meinem Heimatverein TC Bad Vilbel habe ich während meiner Studienzeit in der damaligen hessischen Oberliga gekämpft. Gleichzeitig habe ich mir als Übungsleiter in der Jugendarbeit mein Taschengeld verdient. Seit nunmehr 16 Jahren bin ich Vorsitzender des TC Bad Vilbel und setze mich dort aktiv für die Förderung des Spitzen- und Breitensports ein.

Allmeroth: Wie oft haben Sie noch selbst Zeit zum Spielen?
Ich komme leider nur noch ein- bis zweimal im Monat dazu, selbst Tennis zu spielen. Trotzdem bin ich mehrfach pro Woche für etliche Stunden auf unserer Anlage anzutreffen, sofern meine berufliche Tätigkeit dies zulässt.

Allmeroth: Was für ein Spielertyp sind Sie?
Ich war stets ein offensiver Spielertyp, bei dem es selten zu langen Ballwechseln kam. Heute umso mehr, da mir einfach die körperliche Fitness fehlt.

Allmeroth: Mit wem spielen Sie am liebsten? Und lieber Einzel oder Doppel?
Ich spiele eigentlich nur noch Doppel und das am liebsten mit einigen Freunden aus unserer Herren 40- und Herren 50er-Mannschaft. Gerne würde ich auch öfter mit meinen Kindern spielen. Obwohl auch sie begeisterte Tennisspieler sind, haben sie jedoch meist etwas anderes zu tun und geben mir einen Korb.

Allmeroth: Gibt es einen Spieler, den Sie früher bewundert haben? Oder jetzt bewundern?
Hinkel: Jede Zeit hat ihre Helden. Früher war es für mich John McEnroe, der mich mit seinem unglaublichen Touch begeistert hat. Heute bewundere ich Roger Federer wegen seiner Eleganz und Novak Djokovic wegen seiner Athletik und Konstanz. Im Damentennis war nach Steffi Graf eine gewisse Pause eingetreten. In den letzten Jahren hat das Damen-Tennis wieder enorm an Attraktivität gewonnen. Am meisten Freude bereitet es mir aktuell, unserer eigenen Damen-Mannschaft beim Training oder bei den Turnieren zuzuschauen. In der Hessenliga wird da bereits tolles Tennis geboten.

Allmeroth: Welcher Tennismoment hat sich Ihnen am meisten eingeprägt?
Hinkel: Am einprägsamsten war für mich der Tag, an dem wir 2012 mit unserer Herren 40-Mannschaft in Düren zum ersten Mal Deutscher Meister geworden sind. Es hat zwar bei mir sportlich nicht fürs selber mitspielen gereicht. Als Vereinspräsident den Pokal hochhalten zu dürfen, war aber auch ein tolles Gefühl.

Allmeroth: Wie betrachten Sie – aus der Perspektive des ehrenamtlichen Tennisfunktionärs – die Lage im deutschen Tennis?
Hinkel: Als der größte oder einer der größten Tennisverbände der Welt sind wir gut aufgestellt, insbesondere was den Breitensport betrifft. Leider fehlen uns in Deutschland Einnahmen aus einem international renommierten Turnier wie den French Open oder Wimbledon, die für die Spitzensportförderung eingesetzt werden könnten. Soweit mir bekannt ist, stehen zum Beispiel in Frankreich wesentlich mehr Mittel zur Förderung über Verbandstrainer oder Leistungszentren zur Verfügung. Hier würde es helfen, wenn mehr Sponsoren à la Porsche sich in der Nachwuchsförderung engagieren und den Übergang ins Profitennis begleiten würden. Mit Rosbacher versuchen wir das auf der regionalen Ebene, für ein nationales Engagement ist die Marke leider zu klein.

Allmeroth: Was muss passieren, um in Deutschland wieder Grand Slam-Champions hervor zu bringen?
Hinkel: Deutschland hat in den letzten 15 Jahren mit großer Regelmäßigkeit einige der weltbesten Spieler im Alter von 17/18 Jahren gestellt. Leider ist es keinem dieser Spieler/innen gelungen, einen Grand Slam-Titel zu erringen. Die Verantwortlichen des DTB müssen nach Wegen suchen, den sehr starken Jugendlichen den Übergang in eine genauso erfolgreiche Profi-Karriere zu ermöglichen. Wenn dies gelingt, ist Deutschland nicht nur Talentweltmeister, sondern wird auch wieder Grand Slam-Sieger stellen.

Allmeroth: Haben Sie auch schon einmal daran gedacht, einen Spieler als Testimonial zu verpflichten?
Hinkel: Unser Markenbotschafter ist nach wie vor Michael Schumacher. Leider können wir ihn aufgrund seines Gesundheitszustandes derzeit nicht mehr in Werbekampagnen einsetzen. Neben oder nach Michael Schumacher als Testimonial für Rosbacher aufzutreten, ist keine leichte Aufgabe. Auch haben wir am Fall Andrea Petkovic erlebt, dass der Einsatz als Testimonial durch lange Verletzungspausen erheblich gestört werden kann. Nichtsdestotrotz möchte ich eine zukünftige Zusammenarbeit mit einem Tennis-Testimonial nicht kategorisch ausschließen, sofern der "Fit" zur Marke gegeben ist und eine glaubwürdige Geschichte zur Zusammenarbeit besteht.

30.09.2015

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