Sport Aktuell

Große Spiele 2022

Deutschen Meisterschaften der Landesverbände

Am ersten Septemberwochenende fanden die vom Deutschen Tennis Bund veranstalteten Großes Spiele statt. Zur Erläuterung - die Großen Spiele. Das ist diese elitäre Veranstaltung, bei der einige handverlesene, aus dem Rhein-Main-Gebiet stammenden, dem HTV bis zur bedingungslosen Selbstaufgabe ergebene Spielerinnen und Spieler auf Kosten der Allgemeinheit einen Wettbewerb unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchführen, dessen Regelwerk undurchsichtig ist und dessen Ergebnisse keinen Menschen interessieren. So oder so ähnlich könnte man es formulieren, wenn man böswillig und/oder schlecht informiert ist.

Da wir aber nicht böswillig sowie darüber hinaus auch gut informiert sind und stattdessen das Ziel haben, diesen coolen Landesverbandsvergleich aus der dunklen Ecke der Unwissenheit herauszuholen, versuchen wir es einmal anders. Bei den Großen Spielen handelt es sich nämlich in unseren Augen um einen überaus attraktiven Teamwettbewerb, in dem die besten Senioren der 17 DTB-Landesverbände auf absolut hochklassigem Niveau den bedeutsamen Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters unter sich ausspielen. Toll zudem aus hessischer Sicht: Unsere HTV-Teams setzen sich aus Spielerinnen und Spieler aller Tennisbezirke zusammen.

Ausgetragen werden die Großen Spiele in fünf verschiedenen Altersklassen: von der AK 30+ bis hin zur AK 70+. Bei den Teams handelt es sich um gemischte Mannschaften, so dass pro Begegnung jeweils Damen- und Herreneinzel, Damen-, Herren- und Mixeddoppel gespielt werden. Darüber hinaus gibt es ein Ligensystem, in dem die Landesverbände um Titel, Aufstieg und Abstieg spielen. Von der Gruppe A – quasi der Championsleague – über B wie Bundesliga bis hin zur C-Klasse (keine Mercedes-Modellreihe).

Kommen wir nun zum Abschneiden unserer hessischen Recken und Reckinnen in den unterschiedlichen Altersklassen. Spoileralarm: Speziell das Team Hessen in der Altersklasse der 50er machte uns in diesem Jahr sehr sehr stolz.

Das neuformierte Team Hessen – 2021 nahm leider keine Mannschaft von uns teil – musste in der Gruppe C aufschlagen. Die Konkurrenz bei den 30ern besteht dabei aus jeweils zwei Damen- und Herreneinzeln und einem Mixed, so dass maximal fünf Matches gespielt und dementsprechend fünf Punkte vergeben werden. Für den HTV starteten Eileen Aranas-Roth (Marburger TC), Lisa Rauch (TC Olympia Lorsch), Dominic Metzger (SC Frankfurt 1880) und Patrick Miltner (Eintracht Frankfurt). Gastgeber und Gegner war die Mannschaft vom Saarländischen Tennisverband.

Was sollen wir sagen? Besser ging es nicht. Bereits nach den Einzeln stand es 3:1 für unsere Jüngsten, so dass der Aufstieg in die B(undes)-Liga schon vor dem abschließenden Mixed besiegelt war. Endstand 4:1 und Uffstiech! Ein ganz großes Danke für den sensationellen Einsatz, und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr mit Euch.

Dank der geburtenstarken Jahrgänge werden die Spiele bei den 40ern in 6er-Teams durchgeführt. Demnach werden jeweils drei Damen- und Herreneinzel, ein Damen- ein Herren- und ein Mixeddoppel gespielt. Dabei wollten unsere 40er den Jüngeren natürlich gern nacheifern und ebenfalls in die nächsthöhere Liga aufsteigen. Nachdem im Vorjahr der Abstieg aus der B-Klasse nicht vermieden werden konnte, galt es nun, die Scharte auszuwetzen. Doch daraus wurde leider nichts, denn die Gegner:innen aus Sachsen machten dem Team leider einen dicken Strich durch die Rechnung. Nachdem es nach den Einzeln 3:3 stand, konnte in den Doppeln kein Punkt mehr hinzugefügt werden. Das Herrendoppel und das Mixed gingen dabei jeweils in den Matchtiebreak mussten jedoch beide verloren gegeben werden. Sehen wir es mit ein wenig Humor: Zumindest gab es dieses Mal keinen Abstieg. Für den HTV zum Einsatz kamen Kerstin Kaiser (TC Hainstadt), Tina Liebe (Tennis Westerbach Eschborn), Ingrid Siegrist (TCB 2000 Darmstadt), Jens Helfferich (SC SaFo Frankfurt), Daniel Klein (Hochheimer STV) und Sebastian Metzger (SC SaFo Frankfurt). Wir sind uns sicher: Nächstes Jahr packt Ihr das. Wäre doch gelacht.

Der größte Erfolg aus hessischer Sicht gelang dem Team der Altersklasse 50, welches in heimischen Gefilden beim TC Bruchköbel die Endrunde austrug. Nachdem im Halbfinale am Samstag völlig überraschend die Mannschaft vom TV Niederrhein bereits nach den sechs gespielten Einzeln besiegt werden konnte, setzte das Team Hessen am Sonntag im Finale sogar noch einen drauf. Gegen die favorisierten Spielerinnen und Spieler vom Tennisverband aus Berlin und Brandenburg stand die Begegnung jedoch mehrmals auf Messers Schneide.

Bereits die erste Runde, bestehend aus zwei Damen- und einem Herreneinzel, war an Dramatik kaum zu überbieten. Dreimal gewann Hessen den jeweils ersten Satz, dreimal konnte der Gegner erfolgreich kontern, und dreimal behielten die Gastgeber im entscheidenden dritten Satz dann letztlich doch die Nerven und holten den Punkt. So hieß es 3:0 nach der ersten Runde für unsere Mannschaft vom Hessischen Tennis-Verband. Die übrigen drei Einzel sollten jedoch kaum weniger spannend werden. Auch hier wurde verbissen um jeden Satz, jedes Spiel und jeden Punkt gerungen. Letztlich war es Jochen Arnold aus Lohfelden der nach einem hochklassigen Match den entscheidenden fünften Punkt und damit die Deutsche Meisterschaft nach Hessen holte.

Nach dem Matchball gab es dann kein Halten mehr. Wildfremde Menschen lagen sich in den Armen, Champagnerflaschen machten die Runde und Betreuer und Spieler feierten gemeinsam mit den hunderten, frenetischen Fans bis zum Morgengrauen den kaum für möglich gehaltenen Titel – so habe ich es zumindest in Erinnerung. Dieser Titel ist übrigens umso höher zu bewerten, da dem Team Hessen erst im letzten Jahr der Aufstieg in die höchste Liga dieses traditionsreichen Wettbewerbs gelang. Das also auch noch.

Für das Team Hessen waren an diesem denkwürdigen Wochenende im Einsatz: Tanja Brauneck und Sylke Heise-Teodoro (beide vom TC Seeheim), Monika Kamen (Tennis 65 Eschborn), Barbara Seeger (TC RW Gießen), Jochen Arnold und Alexander Brenzel (beide von der SG Lohfelden), Timo Hahn (TC Seeheim) und Julian Link (TC Bad Homburg). Zum Team gehörten darüber hinaus Elke Breitgraf und Sabine Chow (beide vom TC Dietesheim), Christopher Rummel (TC Bad Vilbel) und René Sturm (SG Arheilgen).

Nur nochmal zur Erinnerung: Deutscher Meister 2022!!!

Großes Danke vom HTV für das viele Herzblut und Engagement an das Team Hessen, die Gastmannschaften, an die Organisatoren Frauke Roth, Oliver Kühl und Timo Intek, an den ausrichtenden Verein, den TC Bruchköbel, in Person des 1.Vorsitzenden Stefan Oßwald sowie an den Seniorenreferenten des HTV Markus Erdmann. Es war ein grandioser Tag und eine Werbung für den Wettbewerb der Großen Spiele.

Klassenerhalt! Die wichtigste Information direkt vorneweg. Die Altersklasse 60 vom Team Hessen konnte sich abermals in der höchsten Liga behaupten und vertritt den HTV dort auch 2023. Nachdem das Halbfinale gegen den späteren Deutschen Meister, die Auswahl vom TV Niederrhein, einigermaßen deutlich mit 2:7 verloren ging, musste am Sonntag unbedingt gewonnen werden, um den Abstieg zu vermeiden. Gegen die Mannschaft aus Württemberg setzte es im Vorjahr noch eine Niederlage. Doch dieses Mal konnte der Spieß umgedreht werden. Und wie! Mit einem 2:4 ging es in die Doppel, nachdem lediglich die Herren Jungnitsch und Stondzik punkten konnten. Dann wurde es wild. Das Damen-, Herren- und Mixeddoppel gingen alle in die Verlängerung des Matchtiebreaks. Und dort zeigte sich das Team Hessen von seiner besten Seite. Die in Deutschland weltberühmte hessische Doppelstärke gab letztlich den Ausschlag. Alle drei Matches konnten gewonnen werden, womit der Abstieg auf den letzten Drücker abgewendet werden konnte. Wahnsinn!

Konstanze Fritsch (SC SaFo Frankfurt), Nicola Häffner (TC RW Gießen), Sonny Hees (TC Meerholz), Cornelia Keller (Frankfurter TC 1914 Palmengarten), Klaus Hannappel (Offenbacher TC), Manfred Jungnitsch Peter Pardatscher und Klaus-Dieter Stondzik (alle drei von Tennis 65 Eschborn) legten sich für den HTV nervenstark ins Zeug. Danke für Euren Einsatz.

Bei sonnigen, nicht zu heißen Temperaturen wurden  am  03. + 04.09.2022 die Großen Spiele der Verbände  70 + auf der wunderschönen Anlage des TC Northeim in der Nähe von Göttingen ausgetragen. Die hessischen Teilnehmer, im letzten Jahr aus der C-Gruppe aufgestiegen, kamen zusammen mit den Landesverbänden Mittelrhein, Württemberg und Niedersachsen/Bremen. Gespielt werden bei der AK 70+ drei Herreneinzel, zwei Dameneinzel, ein Herrendoppel und ein Mixed. Am Samstag wurden die Paarungen wie folgt ermittelt:

Hessen –  Württemberg sowie Mittelrhein – Niedersachsen/Bremen

Hessen führte nach den Einzeln schon 4:1 und spielte zu Übungszwecken noch das Herrendoppel und das Mixed. Endstand 5:2. Drei Herreneinzel und Dagmar Panner im Einzel gegen Windhorst wurden gewonnen, sowie das Herrendoppel mit Deutsch/Moor. Niedersachsen/Bremen siegte 4:3 gegen das Team Mittelrhein. Damit standen die Paarungen für den Sonntag fest:

Niedersachsen/Bremen - Hessen um den 1. Platz und damit den Aufstieg in die Gruppe A. Und Württemberg gegen Mittelrhein im Spiel um Platz 3. Am Sonntag verletzte sich leider Manfred Moor im Einzel und konnte damit auch nicht mehr im  Doppel oder Mixed antreten. Rolf Deutsch und Bogdan Jetczak gewannen wie am Samstag ihre Einzel souverän. Dagmar Panner gegen die vielfache Deutsche Meisterin Barbara von Ende und Sonja Hentschel gegen Heidi Oehlsen verloren hingegen knapp ihre Einzel. Deutsch/ Jetzcak konnten noch das Doppel gewinnen, das Mixed mit Renate Gröber/Milan Milovanovic musste sich geschlagen geben.

Fazit: Nach dem Aufstieg im letzten Jahr ist das Team Hessen 70 + sehr zufrieden mit dem 2. Platz in der B-Gruppe. Wir gratulieren!

Team Hessen v.l.n.r.: Renate Gröber (Frankfurter TC 1914 Palmengarten), Sonja Hentschel (TEVC Kronberg), Milan Milovanovic (STC Butzbach), Manfred Moor (TC GW Fulda), Brigitte Kräll und Dagmar Panner (beide Frankfurter TC 1914 Palmengarten), Bogdan Jetczak (Tennis Westerbach Eschborn) und Rolf Deutsch (Tennis 65 Eschborn).

11.09.2022

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