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Davis Cup: Deutschland gegen Ungarn

Deutsches Team freut sich auf tolle Atmosphäre in der Tennisstadt Frankfurt!

Große Matches, großartige Stimmung: Wenn die deutsche Davis Cup-Mannschaft gegen Ungarn ihren Auftakt in die Davis Cup-Saison bestreitet, dann bietet die Fraport Arena zum vierten Mal in fünf Jahren den perfekten Rahmen.

Kaum eine andere Großstadt kann in Deutschland auf eine so große Tennistradition zurückblicken wie Frankfurt am Main. Wirklich? Ja, wirklich!

Da ist zum einen der Fed Cup-Triumph 1992 im Waldstadion, damals war der Center Court bei den Auftritten von Steffi Graf, Anke Huber und Barbara Rittner jeweils ausverkauft. Im gleichen Jahr faszinierte Boris Becker mit seinem Sieg bei den ATP-Weltmeisterschaften über 10.000 Besucher in der Frankfurter Festhalle und acht Millionen Fans vor den Fernsehbildschirmen. Ein Jahr später folgte der Sensationssieg von Michael Stich. 1995 war dann wieder Becker an der Reihe, ehe das Event nach Hannover weiterzog.

Das ist die Seite der großen Tour. Die andere ist die Arbeit des Hessischen Tennis-Verbandes mit seinen Vereinen an der Basis. Damit wird der Grundstein für die Tennisbegeisterung in Frankfurt und in der näheren Umgebung gelegt.

Hinzu kommen Traditionsvereine wie der TC Bad Homburg und der TC Palmengarten, die schon mehrfach Ausrichter von Davis Cup- und Fed Cup-Begegnungen sowie von großen internationalen Turnieren waren, bei denen Legenden wie Gottfried von Cramm oder Wilhelm Bungert aufschlugen.

Was man daran sieht? In Frankfurt stimmte zu allen Zeiten die Symbiose zwischen Spitzensport und Vereinssport. Tennis wird in Frankfurt gelebt und gefördert – und an diesem Wochenende wird im Davis Cup ein weiteres Kapitel hinzugeschrieben. Wir freuen uns, dass Sie dabei sind!

Übertragen werden die Matches der Davis Cup-Partie Deutschland gegen Ungarn live beim Online-Streamingdienst DAZN

Drei Tage vor dem ersten Aufschlag in der Fraport Arena blickten Mannschaftskapitän Michael Kohlmann und Deutschlands Nummer zwei Philipp Kohlschreiber voraus auf die anstehende Davis Cup-Qualifikationspartie gegen Ungarn am 1. und 2. Februar.
 
„Auch wenn Ungarn auf dem Papier Außenseiter ist, werden wir sie keinesfalls unterschätzen“, erklärte Michael Kohlmann, der in Frankfurt mit dem nominell besten Team angereist ist. „Wir sind glücklich über dieses Heimspiel und freuen uns, dass es fast ausverkauft ist. Die Fans honorieren unsere Leistungen aus dem letzten Jahr und dass wir hier in voller Stärke antreten. Das wollen wir zurückgeben und eine erfolgreiche Saison spielen.“  
 
Für Philipp Kohlschreiber ist die Aussicht auf die mit 5.000 Zuschauern gefüllte Fraport Arena ebenfalls eine besondere Motivation. „Als Spieler hört man das natürlich gerne. Die Atmosphäre wird sicher wieder super und die Unterstützung der Fans hilft enorm.“ Der 35Jährige zeigte sich nach seiner ersten Trainingseinheit auch zufrieden mit den Bedingungen auf dem frisch verlegten Platz in der ehemaligen Ballsporthalle. „Der Court ist etwas langsamer und mit einem hohen Absprung – so hatten wir es uns im Vorfeld gewünscht.“  
 
Ungarns Teamchef Gabor Koves muss in der anstehenden Partie mit einer relativ unerfahrenen Mannschaft ohne Topspieler Marton Fucsovics ins Rennen gehen. „Natürlich sind wir am Wochenende nicht der Favorit, für uns wird es extrem schwierig. Mit Alexander Zverev hat Michael Kohlmann einen Top 5-Spieler und ATP-Weltmeister in seinen Reihen. Man findet wohl insgesamt kaum eine bessere Mannschaft in dieser Qualifikationsrunde.“ Für die Einzelpartien muss Koves verletzungsbedingt auch auf seinen zweitbesten Spieler Attila Balazs verzichten. „Wir werden unser Bestes tun, eine Chance gibt es immer. Im Davis Cup gelten bekanntlich andere Gesetze.“
 
Am Dienstag hatten am Morgen zunächst Peter Gojowczyk und Tim Pütz trainiert, im Anschluss gingen dann Philipp Kohlschreiber und Jan-Lennard Struff auf den Platz. Alexander Zverev wird am Nachmittag erstmals den Decoturf-Court in der Fraport Arena betreten. Er absolviert die zweite Trainingseinheit des Tages. Dann wird auch Boris Becker – frisch aus Australien gelandet – zum Team gestoßen sein.

Einige wenige Restkarten gibt es online über www.adticket.de. Spielbeginn ist am Freitag um 16.00 Uhr und am Samstag um 12.00 Uhr.

Titelbild © DTB
Bild unten © Imago

29.01.2019

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